4.7.08

Vorsorgemaßnahmen

In diesem Beitrag möchte ich auf die von mir getätigte Vorsorge angesichts der großen Wirtschaftskrise eingehen.

1. Essen und Trinken

ist das wichtigste. Also habe ich mir einen Vorrat angelegt und zu diesem Zweck große Säcke Getreide eingelagert. Sich hauptsächlich von Getreide zu ernähren finde ich nach meinen jahrelangen Forschungen zwar nicht sehr gesund, aber Getreide eignet sich gut für dauerhafte Lagerung und somit als Notessen, da es sich ohne Kühlung recht lange hält.
Dann noch Trinkwasser für mindestens einen Monat.
Auch wenn kein genereller Notstand eintreffen sollte ist solch ein Vorrat immer eine gute Sache.
(In zwei europäischen Ländern gab es übrigens schon größere LKW-Streiks wegen der hohen Treibstoffpreise und bald waren die Supermärkte leer)

2. Energie

würde ich am liebsten auch bunkern, sei es in Form von Benzin, Heizöl oder als Brennholz. Leider läßt so etwas meine Wohnsituation nicht zu.

3. Geld

genügend für mehrere Monate, so daß ich auch eine Zeit ohne Arbeitseinkünfte überbrücken kann.
Dieses Geld sollte nicht weiter als das Girokonto entfernt liegen, und ich muß es rechtzeitig abheben, bevor eine größere Störung im Bankensystem eintritt, denn dann habe ich darauf möglicherweise keinen Zugriff mehr.
Einen Teil meines Geldes habe ich in Edelmetall umgetauscht, zwar schwanken dessen Preise recht stark, so daß auch hier ein erheblicher Verlust möglich ist, doch es wurde in der Menscheitsgeschichte noch nie wertlos, modernes Münz- und Papiergeld sowie Spareinlagen aller Art dagegen schon.

4. Gemeinschaft

und gegenseitige Unterstützung hätte ich am liebsten an erste Stelle gesetzt, doch den meisten Menschen ist das momentan noch gewährleistete „Brot und Spiele“ wichtiger, und sie sehen nicht die aufkommenden großen Probleme, so habe ich hier noch nicht viel tun können.
Wenn dann aber mal die Krise da ist, werden sie aus allen Wolken fallen, und man muß mit möglicherweise panischen oder gar gewalttätigen Handlungen rechnen und sich in Acht nehmen.

14.6.08

Finanz- und Wirtschaftskrise

Die momentane weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise schien in letzter Zeit wohl in den wichtigsten, meistgesehensten Nachrichtensendungen nicht mehr Thema gewesen zu sein, lediglich über einzelne Aspekte wurde berichtet, wie steigende Inflationswerte, Ölpreis, Milchpreis etc., ansonsten scheint alles noch „normal“ zu funktionieren.

Wenn man sich allerdings auf bestimmten Seiten im Netz informiert, die teilweise auch nur offizielle, allerdings eher in spezielleren Medien veröffentlichte Meldungen zusammentragen, dann kann man zu einem ganz anderen Schluß kommen, nämlich das es lichterloh brennt und man schleunigst vorgesorgt haben sollte.

Es sind nicht nur Banken (nordamerikanische und internationale), die Probleme haben, auch große Konzerne, die sich mit Krediten finanzieren (ebenfalls nicht nur amerikanische) sind in Schwierigkeiten. Dann kommen noch schnell steigende Preise für Energie, Rohstoffe und Nahrung, exponentiell steigende Schulden von privat und Staat hinzu.

Es wurde die ganze Zeit in der Finanzwirtschaft ein Pyramidenspiel getrieben, wo von den Zentralbanken immer neues Geld zur Verfügung gestellt wurde und die Banken dieses nutzten um über eine unüberblickbare Menge von Finanzinstrumenten und -produkten, Krediten, sowie weiteren Spekulationen eine noch größere Menge Geld zu machen. Dieses virtuelle Geld ist mittlerweile wohl größer als alle Sachwerte der Welt zusammen.

Ein Pyramidenspiel (oder auch Schneeballsystem) funktioniert allerdings nur solange ständig neue Einzahler und Einnahmequellen dazukommen, wenn es hier stockt, dann bricht es zusammen. Und in diesem Fall geht es um Billionen Dollar und Euro, die dann verloren gehen.

Dies alles ist aber nicht eine Naturkatastrophe, die ganz plötzlich jetzt über uns hereinbricht, jeder Mensch mit etwas klarem Verstand hätte diese Entwicklung schon lange vorhersehen können. Doch der Verstand von Bankleuten, Politikern (mit dem neu geschaffenen und geliehenen Geld läßt sich einfach Politik machen), nach Rendite verlangenden Anlegern (von ganz kleinen bis zu den großen) wurde durch die Gier vernebelt, und der Verstand der Massen wurde von unersättlicher, das eigene Einkommen übersteigende Konsumsucht außer Kraft gesetzt, so daß niemand die Folgen seines Verhaltens auf die Allgemeinheit und auch nicht die letztendlichen Folgen auf das eigene Leben sehen wollte.

(Gleichzeitig gibt es aber natürlich auch Leute, die verstehen was gespielt wird und u. U. die Entwicklungen sogar selbst anstoßen, um damit geschickt Profit zu machen. Dazu nutzen sie gekaufte Politiker, ihr Vermögen, Besitztümer an Unternehmen und Medien, etc.)

Soweit eine Zusammenfassung der Lage, wie sie sich mir momentan darstellt.

Ich rechne nun durchaus mit ernsten Folgen für unseren Alltag, auch wenn mich da kaum jemand ernst nimmt, da die Leute sich „das nicht vorstellen können“:

- Der große Mutterkonzern des Autoherstellers, für die die Firma bei der ich angestellt bin arbeitet, wird Pleite gehen und dabei vieles mit sich reißen

- andere große Konzerne gehen ebenfalls Pleite, da sie kein Geld mehr geliehen bekommen

- große Banken gehen Pleite, da hilft auch ein „Einlagensicherungsfonds“ nicht mehr, dort ist weniger als ein Staubkorn der Verbindlichkeiten gedeckt -> „Bankfeiertage“

- mit letzterem einhergehend Geldentwertung, Entwertung aller Sparguthaben, Lebensversicherungen, Fonds etc.

- im Nu sind die Supermärkte leer, wenn der Bezahl- und Warenfluß ins stocken kommt -> Hunger auch bei uns

- Unruhen und Chaos

Zu schwarzmalerisch? Ja hoffentlich, aber ich baue nicht auf diese Hoffnung. Lieber habe ich aufgrund dieser Aussichten zuviel oder gar umsonst vorgesorgt, als daß ich nachher in Not bin.

27.4.08

Zwei Arten von Produkten

In unserer Warenwelt unterscheide ich inzwischen zwei Arten von Produkten: Die eine, wohl zur Zeit überwiegende Art sind Produkte zum reinen Geldverdienen, sie dienen nur zur Gewinnerzeugung für Firmenbesitzer und Anteilseigner. Desto mehr dabei herausspringt umso besser, alles weitere ist nachrangig. Sie sind so gestaltet daß sie dem Kunden oder der Kundin für möglichst wenig Gegenleistung einen möglichst hohen Geldbetrag aus der Tasche ziehen. Dabei muß dann natürlich mit Mitteln wie Täuschung, Aufladung mit Emotionalität (in der Hoffnung beim Kunden Verstand und Urteilsfähigkeit zu trüben), Andocken an tiefere evtl. nicht erfüllte Bedürfnisse (z.B. geschlechtliche), und vieles weitere mehr gearbeitet werden, um das Produkt so an den Mann und die Frau, an Erwachsene, Kinder oder Jugendliche zu bringen.

Da diese Art des Produktverkaufs nun bei uns schon seit Jahrzehnten so funktioniert und immer weiter perfektioniert wurde, fällt dies kaum noch jemandem auf, und es wird fleißig weiter Minderwertiges konsumiert. Wenn sich Unzufriedenheit bei einem Produkt einstellt, weil es auf Dauer nicht das hält was es versprochen hat, dann steht schon ein weiteres bereit, mit den gleichen Methoden beworben und verkauft, die der Käufer oder die Käuferin aber immer noch nicht durchschaut hat, und so kann über diesen Mechanismus die Umverteilung von Arm zu Reich immer weitergehen.

Die andere Art Produkte sind solche, bei denen es ihren Erschaffern und Erschafferinnen erst einmal um das Produkt selbst geht: Daß sie etwas einmaliges, etwas besonders schönes, etwas sehr praktisches oder sehr nützliches entwickeln, was es so noch nicht gegeben hat, und was nach Verkauf und bei Nutzung durch seine guten Qualitäten auch der Käuferin oder dem Käufer Gewinn und möglicherweise sogar Freude bringt, und nicht nur als Verdienstbringer für den Hersteller dient.

Natürlich wollen und müssen auch diese Hersteller mit ihren Produkten Geld verdienen, aber es macht einen Unterschied, was hier an erster Stelle steht: Sind dort freie und interessierte Geister am Werk, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten und der Preisklasse des Endprodukts aus eigenem Interesse und Antrieb versuchen das bestmögliche im Produkt zu erreichen, oder ist es eine durch Habgier der Besitzer und Besitzerinnen gegängelte und von Managern, Controllern, Beratern, Projektsteuerern und was-weiß-ich-noch für weiteren „Optimierern“ gegängelte Sklaventruppe, die für den maximalen Gewinn möglichst viel sparen soll?

Produkte der zweiten Art gibt es heute durchaus noch, wenn auch nicht immer so einfach zu finden und vielleicht auch nicht auf jedem Gebiet. Ich versuche nach Möglichkeit solche Produkte zu kaufen, weil sie mir dauerhaft und bei jedem Gebrauch Freude bringen, und man den Menschen dahinter spürt. Das Produkt hat einen bestimmten Charakter, ist ohne vordergründige Effekte, und hat stattdessen eine Tiefe und Einfachheit, die sich nach und nach bei der Benutzung erschließt.